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Kita + QM – Herr Klein, Leiter der Kita Ixheim hat die Ausbildung zum Gutachter absolviert

Zweibrücken, 18.04.2016

Leiter der Prot. Kita Ixheim als Gutachter zur Umsetzung des Ev. Gütesiegels BETA der Ev. Landeskirche ausgebildet

Neben der Einführung zur kontinuierlichen und systematischen Qualitätsentwicklung und -sicherung in allen Kindertagesstätten der Ev. Kirche der Pfalz hat sich das Projekt Kita+QM  auch die Einführung, Erprobung und Durchführung des Verfahrens zur Erreichung des Ev. Gütesiegels zum Ziel gesetzt. Dieses Siegel wird Einrichtungen verliehen, die Kita+QM  nachweislich fest in ihre Kindertagesstätte integriert haben und soll darüber hinaus die Nachhaltigkeit der Qualität und der Professionalität, sichern. Hierzu wurden in Kooperation mit der Ev. Kirche Hessen-Nassau acht Gutachter/innen ausgebildet. Diese erhielten am 10.03.16 im Rahmen des Fachtags „Kita plus QM“ in Ludwigshafen ihre Ernennungsurkunde. In der Gutachterausbildung werden unteranderem Grundlagen des Ev. Gütesiegels, Aufgaben bezüglich der Rolle und Haltung des Gutachterdaseins, Schritte des Gutachterverfahrens und die Nutzung von unterschiedlichen Methoden und Materialien vermittelt.

Herr Klein Kita Ixheim

Herr Klein, Leiter der Prot. Kita Ixheim im Verbund Prot. Kindertagesstätten in der Stadt Zweibrücken e.V. hat die Ausbildung zum Gutachter absolviert. In einem Interview gibt er ein kurzes Statement dazu.

 „Herr Klein, was waren relevante Inhalte der  Ausbildung zum Gutachter?“

  • „Innerhalb der theoretischen Ausbildung waren Schwerpunkte wie die systemische Analyse einer Einrichtung, die professionelle Rolle und Haltung des Gutachters, Schritte des Gutachterverfahrens und die Nutzung unterschiedlichster Methoden und Materialien zur Analyse und Erstellung eines schriftlichen Gutachtens relevant. Insbesondere die systemische Sichtweise auf die komplexe Struktur einer Kindertagesstätte, und damit verbunden auch die dort tätigen Personen und Träger, werden genau untersucht. Die Ausbildung zum Gutachter-/in wird von Anfang bis Schluss durch einem Coach begleitet. Somit ist gewährleistet, dass die persönliche Entwicklung und schließlich auch die Eignung der Auszubildenden als Gutachter-/in rückgemeldet werden kann.

Im Praktischen Teil der Ausbildung wird ein erstes Gutachten erstellt. Hierzu erhalten die angehenden Gutachter-/innen sämtliche für den QM-Prozess erforderlichen Unterlagen der ihnen zugewiesenen Einrichtungen. Zur Erstellung eines Gutachtens ist es Aufgabe des Gutachters-/innen diese Unterlagen zu sichten und eine Analyse durchzuführen. Daraus ableitend werden diverse Fragen ersichtlich, die für das weitere Verfahren von Bedeutung sind. Bei einem Vor-Ort Besuch findet eine Begehung der Einrichtung statt und es werden viele, zuvor zeitlich und inhaltlich genau geplante Interviews durchgeführt. Im dritten Arbeitsschritt wird dann aus der Sichtung der Unterlagen, der Analyse der Interviews und anhand der Beobachtungen Vor-Ort ein schriftliches Gutachten geschrieben. Hierbei wird schriftlich dargestellt, welche QM-Kriterien erfüllt sind, welche weiter ausgearbeitet werden müssen und welche Abweichungen vorliegen. Anhand dessen wird schließlich die Vergabe des Gütesiegels empfohlen oder eben nicht.“

 „Was hat Sie dazu bewogen diese Qualifizierung zu absolvieren?“

  • „Durch die Ausbildung zum Gutachter, ist es möglich die Nachhaltigkeit, der im Kita+QM Projekt erarbeiteten Kompetenzen und Erfolge weiter zu vertiefen. Zudem ist es höchst interessant, einen tieferen Einblick in die Arbeit anderer Einrichtungen zu werfen, diese zu analysieren und anhand der gelernten Methoden wertschätzend und motivierend zu begutachten. Denn das ist eine Prämisse des Prozesses. Es geht um die Wertschätzung dessen was eine Einrichtung bereits leistet und darum einen positiven Ist-Zustand zu erfassen. Dieser kann dann in Richtung Professionalität und Qualität weiter ausgebaut werde. Dies hat mich bei der Anfrage der Ev. Landeskirche davon überzeugt, diese Zusatzqualifikation zu absolvieren. Nebenbei bringt die Ausbildung natürlich auch sehr viel Potential für meine Arbeit als Leiter einer Kita mit. Es schärft den Blick auf die eigene Einrichtung, die eigene Arbeit, sowie der Umsetzung der QM-Kriterien.“

„Was bedeutet es ein Gutachten zu erstellen?“

  • „Wichtig bei einer Begutachtung einer Einrichtung ist es sich seiner Rolle bewusst zu sein, die Objektivität zu bewahren und die professionelle Ebene einzuhalten. Ich bin nicht als Kollege mit der Einrichtung in Kontakt, sondern als Gutachter. Aus diesem Grund werden die aus dieser Region stammenden Gutachter-/innen in Hessen-Nassau eingesetzt und umgekehrt. Denn eine räumliche und persönliche Distanz ist unabdingbar, um auch völlig objektiv bleiben zu können. Zudem ist es wichtig, dass vom ersten Kontakt an eine wertschätzende Haltung vorhanden ist und sich diese wertschätzende Haltung auch in der schriftlichen Erarbeitung des Gutachtens widerfindet. Ein Gutachten zu erstellen bedeutet aber auch viel Arbeit, viel Zeit und ein genaues, gut strukturiertes Zeitmanagement.“

„Welche Vorteile hat eine Kita von einer Begutachtung?“

  • „Eine Begutachtung bringt sowohl der Einrichtung, als auch dem Träger Vorteile. Neben der bereits genannten Wertschätzung der bisher geleisteten Arbeit, ist ein schriftliches Gutachten auch ein Nachweis dafür, welche Kriterien im Rahmen von Kita+QM bereits erfüllt sind und an welchen Stellen evtl. noch nachgebessert werden muss. Zudem spiegelt ein Gutachten stets den aktuellen Stand, den IST-Stand der Einrichtung wieder. Von diesem Standpunkt aus kann die Einrichtung sich dann weiter entwickeln. Das Erreichen des Ev. Gütesiegels, ist auf jeden Fall Ziel von Träger und Kita welche sich zu einem Gutachten anmelden. Es steht für geprüfte Qualität in der Kindertagesstätte.“

 „Was sind nun Ihre Ziele für die Zukunft in der Arbeit, als Leiter einer Kita im Verbund Zweibrücken?“

  • „Zunächst einmal das Qualitätsmanagementsystem der eigenen Einrichtung weiter zu etablieren, um als mittel- bis langfristiges Ziel das Ev. Gütesiegel zu erlangen. Hierbei ist vor allem der Blick auf die Kinder gerichtet und die Frage nach, was brauchen unsere Kinder und deren Eltern. In der QM-Arbeit im Verbund bringe ich mich gerne ein und stehe bei aufkommenden Fragen zur Verfügung. Als Gutachter habe ich nun die Möglichkeit Ev. Kindertagesstätten deutschlandweit zu begutachten und eine entsprechende Empfehlung auszustellen.“

Neben junger Familie, Leiter einer Kindertagesstätte in Vollzeit und der Ausbildung zum Gutachter, hat Herr Klein im April auch noch den Studiengang „Pädagogik der frühen Kindheit“ erfolgreich abgeschlossen. Nach 8 Semestern ist er „staatl. geprüfter Kindheitspädagoge (Bachelor of Arts)“

Pressebericht_Gutachterausbildung_März_16